Biogas

Acinor 1000

Mikronährstoffe für Biogasanlagen, Faultürme und anaerobe Abwasseranlagen.

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Welche Sicherheitsrichtlinien muss ich bei der Verwendung von Acinor 1000 beachten?

Acinor 1000 ist kein Gefahrgut. Es kann daher bei sorgfältiger Befestigung der Kanister bedenkenlos im Auto mitgeführt werden. Dadurch wird es auch von den bekannten Paketdiensten transportiert. Eine Lagerung in speziellen Chemikalienschränken auf den Anlagen ist nicht erforderlich. Auch die gemäß die der neuen TRGS 529 kennzeichnungsabhängig geforderten geschlossenen Dosiersysteme sind bei Acinor 1000 nicht erforderlich.

Wie oft muss ich Acinor 1000 zugeben?

Die ideale Dosierung ist täglich mit dem Substrat. Es kann jedoch auch z.B. 2 – 3 mal je Woche dosiert werden, allerdings muss darauf geachtet werden, die erforderliche Gesamtmenge zuzugeben (5,6 Liter pro Woche für 1,0 MW). Wir geben die Tagesmenge vor der Zugabe in den Fermenter mit einem Messbecher auf die Silage in der Radladerschaufel.

Wie lange dauert die Lieferung der Mikronährstoffe?

Wir haben eine Mindestmenge Acinor 1000 auf Lager. Die Lieferzeit für kleinere Mengen (bis 100 Liter) beträgt drei bis fünf Tage. Die Lieferzeit für eine Palette mit 50 Kanistern (500 Liter) beträgt etwa vier bis fünf Wochen.

Wie lange kann ich Acinor 1000 bei mir lagern?

Wir garantieren eine Mindestlagerstabilität des Produktes (bei frostfreier Lagerung unter 25 °C) von 6 Monaten. Auch bei längeren Lagerungszeiten konnten wir bisher keine Probleme feststellen. Wir können die Stabilität über 6 Monate hinaus aber mangels belastbarer Untersuchungsergebnisse nicht garantieren.

Ab wann setzt die Wirkung der Mikronährstoffe ein?

Die Wirkung setzt fast sofort ein. Die Ergebnisse sind aber meist erst nach einigen Tagen zu beobachten.

Wie wird Acinor 1000 dosiert?

Der Standardbedarf beträgt 0,8 Liter je MW je Tag. Dieser kann auf 0,6 Liter pro MW pro Tag gemindert werden, wenn größere Güllemengen eingesetzt werden, da die Gülle oft auch Mikronährstoffe mitbringt. Geben Sie Acinor 1000 einfach täglich zum Substrat, bevor Sie es in den Fermenter einbringen. Falls Sie ihrem Fermenter nicht täglich Substrat zugeben, können Sie die gesammelte Menge Acinor 1000 auch alle drei bis vier Tage beimischen. Alternativ ist auch die direkte Zugabe in den Fermenter möglich. Achten Sie dabei aber auf eine schnelle Vermischung mit dem Fermenterinhalt.

Was muss ich bei der Erstanwendung beachten?

Bei der ersten Anwendung sollte eine hinreichende Mikronährstoffkonzentration im Fermenter hergestellt werden. Eine 500 kW-Anlage sollte als Stoßdosierung zum Start 10 Liter in den Fermenter bekommen und bereits am Tag danach sollte mit der Normaldosierung weitergearbeitet werden.

Warum sind Schwermetalle in Mikronährstoffmischungen wichtig?

Die Metalle werden von den Bakterien als zentrale Atome in Enzymstrukturen eingebaut. Fehlen diese Metallatome oder liegen sie in einer Form vor, in der sie von den Bakterien nicht aufgenommen werden können, werden die für den Stoffwechsel der Bakterien unverzichtbaren Enzyme nicht gebildet. Ohne Enzyme gibt es kein Biogas.

Braucht jede Anlage Mikronährstoffe?

Ja – aber auch im Substrat können natürlicherweise Mikronährstoffe vorhanden sein. Gülle enthält beispielsweise relativ viele Mikronährstoffe. Reine Gülleanlagen laufen deshalb manchmal auch ohne ergänzend zugegebene Mikronährstoffe – aber nie so gut wie mit. Alle anderen Substratarten enthalten zu wenig Mikronährstoffe. Außerdem schwanken die enthaltenen Mengen meist stark. Die Zugabe von Mikronährstoffen gleicht Schwankungen aus und garantiert eine optimale Versorgung.

Was heißt „Substrat“?

Substrat ist das, womit Sie ihre Anlage füttern. Also alles, was Sie in den Fermenter geben.

Was heißt „bioverfügbar“?

Vereinfacht können Sie sich das so vorstellen: Wenn ein Mensch an Eisenmangel leidet, hilft es ihm auch nichts, wenn Sie ihm einen Eisenblock hinlegen. Genauso können die Bakterien die nötigen Nährstoffe und Mineralien nur aufnehmen, wenn sie in geeigneter Form vorhanden sind – also bioverfügbar sind. Genauer gesagt können Bakterien Stoffe wie Nickel und Selen nicht aufnehmen, wenn sie zum Beispiel in Sulfiden gebunden sind.

Was bedeutet „Raumbelastung“?

Die Raumbelastung ist definiert als die Menge an organischer Trockenmasse (oTS) gemessen am Fermentervolumen über die Zeit. Die übliche Einheit ist kg/m³/d.
Einfach gesagt: Die Menge an Substrat, die Sie pro Tag und Kubikmeter in Ihren Fermenter geben. Idealerweise ist das genau so viel wie die Organismen in Ihrer Anlage vergären können. Mit einer optimalen Mikronährstoffversorgung können die Organismen ein Maximum an Substrat vollständig vergären.

Warum ist Acinor 1000 effizienter?

Die in Acinor 1000 enthaltenen Mikronährstoffe werden nahezu vollständig von den Bakterien genutzt. Deshalb kann es minimal dosiert werden.

Bringt der Einsatz von Mikronährstoffen mehr Biogas?

Mikronährstoffe erzeugen kein Biogas. Jedoch ermöglichen sie es der Biologie, das Substrat optimal zu verwerten und garantieren so die maximale Biogasausbeute. Gegenüber einer instabil laufenden Anlage ohne Mikronährstoffe können Sie dank Mikronährstoffen entweder bei gleicher Leistung weniger Substrat zugeben, oder bei gleicher Menge die Leistung steigern.

Wieso braucht jede Biogasanlage Mikronährstoffe?

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Visualisierung Mikronährstoffe

Die Mikronährstoffe sind die zentralen Atome in den Enzymen, welche die Methanbakterien bilden müssen, um Biogas erzeugen zu können. Ohne Mikronährstoffe gibt es auch kein Biogas.

Ein Teil der benötigten Mikronährstoffe wird meist mit dem Substrat geliefert. Wenn mit dem Substrat weniger geliefert wird als die Biologie benötigt, wird der Prozess instabil, die Säuren im Fermenter steigen an und die Biogasausbeute sinkt. Nur bei extrem geringer Raumbelastung unter 1 kg/m³/d und sehr hohem Gülleeinsatz kann eine Anlage auch komplett ohne zusätzliche Mikronährstoffzugabe funktionieren.

Durch den Einsatz der Mikronährstoffe wird der Biogasprozeß stabiler, es können erheblich höhere Raumbelastungen erreicht werden, die Biogasausbeute wird bis zum theoretisch Möglichen gesteigert und die Biogasqualität wird besser.

Mikronährstoffe machen nicht mehr Biogas, aber sie ermöglichen es der Biologie, alles herauszuholen, was möglich ist. Gegenüber einer instabil laufenden Anlage ohne Mikronährstoffe wird der Substratbedarf bei gleicher Leistung aber merklich gemindert.

Ist es sinnvoll jede Anlage auf den individuellen Mikronährstoffbedarf zu analysieren?

Die Analyse der Mikronährstoffe in den Fermentern, die oft empfohlen wird, liefert keine aussagefähigen Daten, da die Mikronährstoffe meist in unlöslichen Verbindungen vorliegen, z.B. Sulfide. Diese können die Methanbakterien nicht „sehen“, also auch nicht nutzen. Selbst wenn z.B. Nickel in der Analyse hinreichend vorhanden ist, bedeutet das noch lange nicht, dass auch genügend für die Methanbakterien bioverfügbar ist. Die Mikronährstoff- oder Spurenelementanalyse kann man sich meist sparen. Mehr dazu im Biogaspraxis Blog.

Warum ist Acinor 1000 die beste Wahl?

Acinor 1000
Acinor 1000

Acinor 1000 hat eine maximale Bioverfügbarkeit. Deshalb wird auch nur eine sehr kleine Menge an Acinor benötigt. Selbst für eine Anlage mit 12 kg/m³/d Raumbelastung und 500 kW Leistung werden nur 0,4 Liter je Tag benötigt.

Die Mikronährstoffe (essentielle Spurenelemente) sind im Acinor 1000 maskiert. Deshalb werden sie nicht durch chemische Reaktionen (z.B. Fällung mit Sulfid) fixiert und für die Bakterien unsichtbar. Sie bleiben durch die Maskierung so lange für die Methanbakterien bioverfügbar, bis sie verbraucht werden.

Acinor 1000 ist ein flüssiges Produkt. Dadurch ist Staubbildung bei der Anwendung ausgeschlossen. Es bestehen einerseits berechtigte arbeitsschutzrechtliche Bedenken beim Einatmen der Stäube von trockenen Produkten und andererseits ist die Bioverfügbarkeit in den trockenen Produkten so gering, dass vielfach überdosiert werden muss und dadurch die Gefahr zu hoher Schwermetallwerte im Gärrest besteht.

Alle Mikronährstoffprodukte sind chemische Erzeugnisse, die gemäß Chemikaliengesetz korrekt gekennzeichnet sein müssen. Ohne korrekte Kennzeichnung dürfen diese Produkte nicht in den Handel gebracht werden. Das Problem bei nicht korrekter Kennzeichnung haben aber weniger die Anbieter sondern eher die Nutzer. Acinor 1000 ist korrekt deklariert und verfügt über ein von einem spezialisierten Chemikalienbüro erstelltes Sicherheitsdatenblatt. Durch die hohe Bioverfügbarkeit der Mikronährstoffe in Acinor 1000 können die Konzentrationen der Inhaltsstoffe wie Cobalt, Nickel oder Selen im Vergleich sehr gering gehalten werden. Dadurch ist auch die Einstufung aus arbeitsschutzrechtlicher Sicht weniger kritisch. Als Folge kann Acinor ohne besondere Maßnahmen transportiert, gelagert und angewendet werden. Viele Wettbewerbsprodukte müssten als Gefahrgut transportiert und gelagert werden. Das bedeutet z.B. die Lagerung in verschlossenen Räumen, eine besondere Ausbildung für alle, die damit umgehen und seit neuestem den Einsatz eines geschlossenen Dosiersystems.

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Spezialmischung aus flüssigen Kohlenhydraten, Makro- und Mikronährstoffen sowie wichtigen Kationen. Dieser Nährstoffmix dient zur Ergänzung bzw. Aufwertung des CSB bei Inbetriebnahmen, nach Stillstandszeiten und während der Erholungsphase nach toxischen Ereignissen.

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