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Mikronährstoffe

Wieso braucht jede Biogasanlage Mikronährstoffe?

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Visualisierung Mikronährstoffe

Die Mikronährstoffe sind die zentralen Atome in den Enzymen, welche die Methanbakterien bilden müssen, um Biogas erzeugen zu können. Ohne Mikronährstoffe gibt es auch kein Biogas.

Ein Teil der benötigten Mikronährstoffe wird meist mit dem Substrat geliefert. Wenn mit dem Substrat weniger geliefert wird als die Biologie benötigt, wird der Prozess instabil, die Säuren im Fermenter steigen an und die Biogasausbeute sinkt. Nur bei extrem geringer Raumbelastung unter 1 kg/m³/d und sehr hohem Gülleeinsatz kann eine Anlage auch komplett ohne zusätzliche Mikronährstoffzugabe funktionieren.

Durch den Einsatz der Mikronährstoffe wird der Biogasprozeß stabiler, es können erheblich höhere Raumbelastungen erreicht werden, die Biogasausbeute wird bis zum theoretisch Möglichen gesteigert und die Biogasqualität wird besser.

Mikronährstoffe machen nicht mehr Biogas, aber sie ermöglichen es der Biologie, alles herauszuholen, was möglich ist. Gegenüber einer instabil laufenden Anlage ohne Mikronährstoffe wird der Substratbedarf bei gleicher Leistung aber merklich gemindert.

Ist es sinnvoll jede Anlage auf den individuellen Mikronährstoffbedarf zu analysieren?

Die Analyse der Mikronährstoffe in den Fermentern, die oft empfohlen wird, liefert keine aussagefähigen Daten, da die Mikronährstoffe meist in unlöslichen Verbindungen vorliegen, z.B. Sulfide. Diese können die Methanbakterien nicht „sehen“, also auch nicht nutzen. Selbst wenn z.B. Nickel in der Analyse hinreichend vorhanden ist, bedeutet das noch lange nicht, dass auch genügend für die Methanbakterien bioverfügbar ist. Die Mikronährstoff- oder Spurenelementanalyse kann man sich meist sparen. Mehr dazu im Biogaspraxis Blog.

Warum ist Acinor 1000 die beste Wahl?

Acinor 1000

Acinor 1000

Acinor 1000 hat eine maximale Bioverfügbarkeit. Deshalb wird auch nur eine sehr kleine Menge an Acinor benötigt. Selbst für eine Anlage mit 12 kg/m³/d Raumbelastung und 500 kW Leistung werden nur 0,4 Liter je Tag benötigt.

Die Mikronährstoffe (essentielle Spurenelemente) sind im Acinor 1000 maskiert. Deshalb werden sie nicht durch chemische Reaktionen (z.B. Fällung mit Sulfid) fixiert und für die Bakterien unsichtbar. Sie bleiben durch die Maskierung so lange für die Methanbakterien bioverfügbar, bis sie verbraucht werden.

Acinor 1000 ist ein flüssiges Produkt. Dadurch ist Staubbildung bei der Anwendung ausgeschlossen. Es bestehen einerseits berechtigte arbeitsschutzrechtliche Bedenken beim Einatmen der Stäube von trockenen Produkten und andererseits ist die Bioverfügbarkeit in den trockenen Produkten so gering, dass vielfach überdosiert werden muss und dadurch die Gefahr zu hoher Schwermetallwerte im Gärrest besteht.

Alle Mikronährstoffprodukte sind chemische Erzeugnisse, die gemäß Chemikaliengesetz korrekt gekennzeichnet sein müssen. Ohne korrekte Kennzeichnung dürfen diese Produkte nicht in den Handel gebracht werden. Das Problem bei nicht korrekter Kennzeichnung haben aber weniger die Anbieter sondern eher die Nutzer. Acinor 1000 ist korrekt deklariert und verfügt über ein von einem spezialisierten Chemikalienbüro erstelltes Sicherheitsdatenblatt. Durch die hohe Bioverfügbarkeit der Mikronährstoffe in Acinor 1000 können die Konzentrationen der Inhaltsstoffe wie Cobalt, Nickel oder Selen im Vergleich sehr gering gehalten werden. Dadurch ist auch die Einstufung aus arbeitsschutzrechtlicher Sicht weniger kritisch. Als Folge kann Acinor ohne besondere Maßnahmen transportiert, gelagert und angewendet werden. Viele Wettbewerbsprodukte müssten als Gefahrgut transportiert und gelagert werden. Das bedeutet z.B. die Lagerung in verschlossenen Räumen, eine besondere Ausbildung für alle, die damit umgehen und seit neuestem den Einsatz eines geschlossenen Dosiersystems.