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Unser Team

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Wie wurde Acinor 1000 erfunden?

In seiner Doktorarbeit 1989 an der Technischen Universität Hamburg beschäftigte sich Hans Friedmann mit der Vergärung von Abwasser aus der Backhefeproduktion. Selbst bei minimaler Belastung stellte sich in den Laborfermentern kein stabiler Betrieb ein.  Nach langem Suchen kam die Idee auf, zu prüfen, ob die Methanbakterien überhaupt mit allem versorgt waren, was diese zum Wachsen brauchen. Dabei wurde schnell festgestellt, dass in dem Abwasser Stoffe wie Selen, Nickel oder Cobalt nicht nachweisbar waren. Bereits damals war bekannt, dass diese Stoffe essentielle Spurenelemente darstellen.

Zusammen mit einigen Kollegen an der Universität arbeitete er nun an einer geeigneten Spurenelementlösung für die Methanbakterien. Zunächst stellten sich keine Erfolge ein. Sie mussten erst lernen, die Spurenelemente in der richtigen Art und Weise und an der richtigen Stelle zuzugeben und außerdem auch die Zusammensetzung der Mikronährstoffe zu optimieren.

Als sie dann auch noch die technischen Voraussetzungen an den Laborfermentern geschaffen hatten, erreichte er bis dahin nie dagewesene Raumbelastungen mit den Laborfermentern. Selbst bei mittleren hydraulischen Verweilzeiten unter einem Tag und CSB-Raumbelastungen über 20 kg/m³/d blieben die Laborfermenter biologisch stabil und der CSB-Umsatz blieb konstant hoch.

1996 wurde Hans Friedmann bei der Inbetriebnahme einer Anaerobanlage wieder mit dem Problem konfrontiert, dass ein Fermenter nicht auf Leistung kam und biologisch instabil blieb. Nach einer Analyse der Stoffe im Fermenter erinnerte er sich an die Spurenelementlösung aus seiner Doktorarbeit. Der Einsatz dieses Mittels brachte wieder den Durchbruch. Innerhalb von nur drei Wochen konnten sie die Anaerobanlage auf Volllast fahren.

Als er 2006 in einer neu gebauten NaWaRo-Anlage (Maissilage) trotz recht moderater Raumbelastung von 3,5 kg organische Trockensubstanz (oTS) /m³/d unerklärlicherweise einen starken Anstieg von Propionsäure im Fermenter festellte, erinnerte er sich zum zweiten Mal an die Erfolge, die er mit dem Einsatz von Spurenelementen hatte. Er entwickelte zusammen mit einem Düngemittelhersteller eine auf die Anwendung in NaWaRo-Anlagen angepasste Mikronährstofflösung, die er 2007 auf den Markt brachte.

Der Einsatz dieses Produktes war sehr erfolgreich. Damit konnten bei der Vergärung von NaWaRo´s Fermenterraumbelastungen von 10 kg oTS/m³/d problemlos beherrscht werden. Interessanterweise zeigte die Mikronährstoffzugabe auch bei Anlagen mit erheblichem Gülleanteil Wirkung. Der biologische Prozess wurde stabiler und die Biogasausbeute stieg geringfügig an.

Heute vertreibt die Friedmann Mikronährstoffe GmbH das weiterentwickelte Produkt unter dem Markennamen Acinor 1000 in Deutschland, Osteuropa, Südamerika und Südostasien. Bei korrekter Dosierung wird damit in den verschiedensten Anlagentypen unterschiedlichster Hersteller mit den verschiedensten Substraten ein sehr stabiler Biogasprozeß bei sehr hoher Biogasausbeute selbst bei hoher Raumbelastung erzielt.

Referenzen von Dr. Hans Friedmann

  • Über 30 Jahre Biogaserfahrung in Forschung, Planung, Beratung, Anlagenbau und Anlagenbetrieb
  • Erfinder mehrerer Patente und Verfasser diverser Publikationen
  • Gründungsmitglied der Biogasunion e.V. und Vorstand (2000 bis 2005)
  • Sprecher des Arbeitskreises Dünge und Abfallrecht im Fachverband Biogas e.V. (2000 bis 2005)
  • Vizepräsident (2009 bis 2013) und Präsidiumsmitglied im Fachverband Biogas e.V. (2005 bis 2013)
  • Gründer und Vorstand der Agraferm Technologies AG (2004 bis 2010)
  • Mitglied in den Richtlinienausschüssen 4630 und 4631 (Biogastechnik) des Vereins Deutscher Ingenieure
  • Gründer, Gesellschafter und Geschäftsführer der BKW Biokraftwerke Fürstenwalde GmbH (seit 2001)
  • Betriebsführer mehrerer Biogasanlagen bis zu 5 MW